Herkömmliche Sparanlagen auf der Bank werfen seit einigen Jahren kaum mehr Zinsen ab. Sparbuch, Sparbrief und teilweise sogar der Bausparer wirken deshalb auf immer mehr Leute wenig attraktiv. Sie suchen Alternativen und meinen, diese an der Börse zu finden. Doch wer erfolgreich investieren möchte, sollte einige Dinge beachten, denn die Wahl der jeweiligen Anlage kann darüber entscheiden, wie viel Erfolg das Investment letztlich bringt.

Dauerbrenner: Aktien

Der Handel mit Aktien ist schon sehr alt. Aktien werden an der Börse gehandelt. Dabei unterscheidet man zwischen Parkett Börsen, Online Börsen sowie Termin- und Warenbörsen. Für diejenigen, die Aktien kaufen möchten, spielen vor allen die beiden erstgenannten Börsenarten eine Rolle.

Steht fest, an welcher Börse man handeln möchte, sollte man sich auf die Suche nach geeigneten Wertpapieren machen. Beim Aktienhandel gibt das Prinzip: „Billig kaufen, teuer verkaufen“ – das bedeutet, dass man investiert, wenn es einem Börsenwert gerade nicht so gut geht und dann nach einem Kursanstieg wieder verkauft.

Billig ist nicht immer gut

Sieht man sich aktuelle Börsencharts an, kann man sich schnell fragen: Warum sind Aktien so billig? Tatsächlich stechen billige Börsenwerte unter den drei- und viertstelligen Beträgen wie bei Amazon oder Apple hervor, doch billig heißt nicht gleich billig. Anleger sollten hier klar unterscheiden, ob es sich um vorübergehende Kurseinbrüche handelt oder doch eher um sogenannte Pennystocks.

Der Begriff Pennystocks lässt sich frei zu Cent Aktien übersetzen. Dieser Begriff erklärt eigentlich schon, was damit gemeint ist: Es handelt sich um Aktien, deren Wert sich im Cent-Bereich befindet. In der Regel spricht man bei Aktien, die dauerhaft unter 1€ oder 1$ liegen, von Pennystocks. Eine Investition lohnt sich häufig nicht. Vielmehr sollten Anleger Wertpapiere herausfiltern, denen gutes Wachstum prognostiziert wird.

ETFs bieten mehr Sicherheit

Wer unbedingt in Aktien investieren will, aber einfach nicht die richtigen Werte für sich findet, kann stattdessen auch einen ETF Sparplan eröffnen. Dieser investiert automatisiert oder über einen Broker in einen Querschnitt von Börsenwerten. Diese umfassen in der Regel die verschiedensten Branchen, Nischen oder sogar Märkte. Obwohl die im ETF enthaltenen Aktien volatil sind, ist das Risiko großer Verluste dabei relativ gering – Gewinne bei einzelnen Aktien können die Verluste bei anderen wieder auffangen.

In Kryptowährungen investieren

Immer wieder hört man von Leuten, die sich durch das sogenannte Krypto Trading eine goldene Nase verdient haben. Wer smart investiert, kann monatlich fünf- oder gar sechsstellige Gewinne verbuchen, doch auch in der Szene ist man sich einig: Prognosen über die Entwicklung der digitalen Währungen sind unmöglich zu machen. Viel zu volatil seien die Werte, viel zu komplex die Vorgänge auf der Blockchain, auf der die jeweilige Währung basiert.

Aufgrund des unfassbaren Wachstums, das Bitcoin im letzten Jahrzehnt hingelegt hat, können einige Anleger dem Reiz aber einfach nicht widerstehen: Sie suchen eine Möglichkeit, um in Bitcoin, Ethereum und Co investieren zu können, ohne das Risiko der hochspekulativen Börsenwerte in Kauf zu nehmen.

Krypto ETF

Wer unbedingt Geld in Kryptowährungen investieren möchte, aber zu wenig Ahnung vom Markt oder auch einfach zu viel Angst vorm Verlustrisiko an der Börse hat, kann in einen ETF für Kryptowährungen investieren. Dieses Anlagemodell ist noch relativ jung, zeichnet sich aber wie ein ETF für Aktien durch mehr Sicherheit aus als die bloße Investition in einzelne Börsenwerte.

Erfahrene Trader entscheiden sich meist gegen einen ETF, denn die Medaille hat zwei Seiten: Sinken einzelne Börsenwerte im ETF, können kleine Gewinne bei anderen Kryptowährungen diese Verluste wieder kompensieren. Doch auch andersrum tritt dieser Effekt ein: Geht eine Kryptowährung durch die Decke, können Verluste oder gleichbleibende Preislinien bei anderen Werten diesen Gewinn ausbremsen. Für Einsteiger eignen sich ETFs jedoch sehr gut.

Krypto Kunst

Krypto Kunst – klingt kryptisch oder? Dabei ist das Prinzip ganz einfach: Künstler schaffen digitale Sammlerstücke, Grafiken, Collagen oder Ähnliches. Interessenten kaufen solch ein Kunstwerk in Form von einem sogenannten NFT Investment. Ein NFT ist ein nicht austauschbarer Token, der den Käufer eindeutig als Eigentümer identifiziert und der den Wert des Kunstwerkes festlegt. NFT Kunst gilt als stabiler Wertspeicher und wird von vielen Investoren sogar mit Gold verglichen.

Bildquelle: geralt @ Pixabay