Seitdem Facebook das Internet auf seinem glorreichen Feldzug um das Jahr 2010 herum übernommen hat, kann man ganz klar sagen, dass Social Media gekommen ist, um zu bleiben. Denn mittlerweile existieren zahlreiche Plattformen, wie etwa Instagram, Twitter oder auch Snapchat, welche aus unserem täglichen Leben oftmals nicht mehr wegzudenken sind und auch von unzähligen Menschen auf der ganzen Welt verwendet werden. Dies bedeutet natürlich auch, dass diese Social-Media-Kanäle eine immense Macht haben, was Unternehmen, Entrepreneure, Stars und andere Leute bereits vor langer Zeit bemerkt haben und weshalb sie diese Kanäle seitdem zu ihren Vorteilen nutzen.

Diese enorme Bedeutung, welche Social-Media-Kanälen derzeit zukommt, hat mittlerweile auch signifikante Auswirkungen auf den globalen Investmentmarkt. Dies reicht so weit, dass Social-Media-Plattformen heutzutage sogar Einfluss auf Trading Strategien und Kurspreise haben.

Der Community Aspekt

Ein wichtiger Aspekt, den Social Media für Forex Trading darstellt, ist jener, dass Trader aufgrund zahlreicher Communitys innerhalb von verschiedenen Social-Media-Kanälen stets das Gefühl haben, Rückhalt von einem Expertenteam zu haben und gemeinsam erfolgreich zu werden. Dadurch trauen sich diese Personen oftmals mehr zu, als normalerweise zutreffend wäre. Dies bedeutet wiederum, dass der Einstieg in das Trading heutzutage einfacher ist, als noch vor vielen Jahren, wo man zumeist vorwiegend individuelle Entscheidungen, ohne jeglichen Input, treffen musste.

Da man sich nun jegliche Informationen innerhalb kürzester Zeit beschaffen und auch Tipps von anderen Community-Membern auf diversen Social-Media-Kanälen erhalten kann, fällt das Forex Trading heutzutage deutlich leichter und zieht somit immer mehr Personen an, welche ebenfalls mit dem Devisenhandel beginnen möchten.

Wie Social Media den Aktienmarkt beeinflusst

Social Media verfügt heutzutage über immense Macht und kann somit auch den Aktienmarkt auf einfachste Art und Weise beeinflussen. Dies zeigt das Beispiel des Zugunglücks am 28. Mai 2016 in Maryland, USA, nach dem direkt zahlreiche Bewohner der umliegenden Gegend Tweets darüber veröffentlicht hatten.

Dies führte innerhalb kürzester Zeit dazu, dass die Aktie des Transportunternehmens, CSX Corp, um unglaubliche 500 Millionen US-Dollar gesunken ist. Manche Experten nehmen an, dass diese Tweets mutwillig, mit dem Ziel der Marktmanipulation, veröffentlicht wurden, wobei man dies natürlich nicht oder zumindest nur schwer nachweisen kann.

Ein weiterer Fall ist jener, bei welchem die Syrian Electronic Army sich in den Twitter-Account der bekannten New Yorker Nachrichten- und Presseagentur Associated Press gehackt hat und daraufhin auf der populären Plattform News veröffentlichte, welche besagten, dass zwei Explosionen im weißen Haus stattgefunden hatten und der damalige Präsident Barack Obama dabei verletzt wurde.

Kurz darauf waren die Auswirkungen auch auf der Wall Street zu bemerken, da etwa der “The Dow Jones Industrial Average” um etwa 140 Punkte sank, was zu einem Verlust von 136 Milliarden Dollar führte. Dies geschah innerhalb weniger Minuten, da kurz darauf bereits von der AP verkündet wurde, dass deren Twitter-Account gehackt wurde. Wonach es übrigens zu einer fast schon sofortigen Rehabilitierung des gesamten Marktes kam.

Die Zukunft des Aktienhandels

Daher kann man auch in Zukunft erwarten, dass Social-Media-Plattformen weiterhin große Auswirkungen auf den Aktienhandel und somit auch Forex Trading haben werden. Was unvermeidbar erscheint, wenn man bedenkt, wie viele Menschen mittlerweile auf den diversen Plattformen unterwegs sind und oftmals auch zahlreiche News, welche darauf erscheinen, nicht weiter hinterfragen. Man muss hier aber auch sagen, dass es in vielen Fällen schwierig ist, herauszufinden, ob eine bestimmte Nachricht auch der Wahrheit entspricht, was etwa bei dem zuvor erwähnten Beispiel mit dem gehackten Twitter-Account der Associated Press zutreffend ist.

Somit darf man gespannt darauf sein, wie der Aktienmarkt sowie auch Unternehmen und staatliche Regulatoren auf diese Herausforderungen reagieren werden.

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