Die physikalische Chemie versteht sich als Teilgebiet der klassischen Chemie. Sie wird deshalb im Chemieunterricht nur bedingt zur Gänze erklärt. Meist werden nur Grundbegriffe im Unterricht erläutert. Zu den klassischen Gebieten zählt die anorganische und die organische Chemie. Interessant ist die physikalische Chemie auch aus dem Blickwinkel heraus, weil sie im Grenzbereich zwischen der Chemie und Physik liegt. Aus diesem Grund ist sie auch für die Industrie von Bedeutung. Viele Entwicklungen beruhen auf den Prinzipien der physikalischen Chemie. Als wichtigstes Teilgebiet der physikalischen Chemie gilt die Oberflächenchemie. Sie erklärt die strukturellen Vorgänge bei Prozessen dies ich im festen und gasförmigen Zustand von Materialien abspielen. Die Grundlage der Erforschung bildet die analytische Methodik. Wie bedeutsam die Oberflächenchemie für die deutsche Chemieindustrie ist, zeigt sich auch anhand der zahlreichen Nobelpreise-Gewinner.

Praktische Anwendungsgebiete der physikalischen Chemie

Die untersuchten Teilgebiete finden in vielen Industrien praktische Anwendung. Darunter zählt man zum Beispiel die Nanowissenschaft und die Brennstoffzellenforschung. Weitere Anwendungsgebiete der Oberflächenchemie finden Sie im Bereich der Halbleiter Technologie und der Nano-Elektronik. Aber selbst traditionelle Produkte wie etwa Klebstoffe, werden auf der Grundlage moderner Forschungsergebnisse entwickelt. Man erkennt anhand dieser Bandbreite sehr gut, wie weitschichtig die Oberflächenchemie Einfluss auf die Entwicklung moderner Produkte nimmt. Selbst die moderne Forschung ist auf die revolutionären Ideen aus der Oberflächenchemie angewiesen. Viele Unternehmen bringen sich aktiv in die Forschung ein und leiten daraus Erkenntnisse für die revolutionierende Entwicklung von neuen Produkten ein. Die Materialforschung ist für diese Unternehmen nicht nur Teil der Grundlagenforschung, sondern gilt auch als Baustein für den Fortbestand des finanziellen Erfolges.

Chemie im Zeichen der Ära 4.0

Viele Branchen sind mit dem neuen Jahrzehnt in eine neue Ära eingetreten. Die Chemiebranche ist auch wegen der starken Vernetzung mit der pharmazeutischen Industrie keine Ausnahme. Sie gilt als wichtiger Innovator im Bereich der Entwicklung neuer Produkte. Die deutsche Wirtschaft ist auch stark von dieser Branche geprägt. Ein großer Teil der Wirtschaftsleistung wird darauf begründet. Die Nachfrage nach Chemieprodukten der neueren Generation wird auch von politischer Seite gefördert. Die wesentlichen Elemente dafür werden in Grundsatzkonzepten verankert. Das wichtigste Konzept in diesem Zusammenhang dürfte die Agenda 2030 sein. Sie zielt auf mehr Nachhaltigkeit bei der Produktentwicklung ab.

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