Die Zahl der Neuzulassung von PKWs ist in den letzten Jahren stabil. Gewachsen ist hingegen der Markt für Gebrauchtfahrzeuge in der Bundesrepublik. 2018 wurde mit verkauften Gebrauchtwagen ein Umsatz von 84,7 Milliarden Euro erzielt – ein neuer Rekord. Besonders boomt der Autokauf im Internet.

Der Großteil der verkauften Gebrauchtwagen ist derzeit noch mit einem Benzinmotor unterwegs. Das ist mit der steigenden Ablehnung gegenüber Dieselfahrzeugen zu begründen. In naher Zukunft wird der Benziner jedoch Konkurrenz bekommen. Fahrzeuge mit Elektroantrieb drängen langsam auf den Gebrauchtwagenmarkt. Worauf ist beim Kauf von E-Autos zu achten? Dieser Ratgeber informiert und nennt Tipps beim Kauf.

Trend zur Elektromobilität

Deutschland ist eine fortschrittliche Industrienation. Kollaborierende Roboter als Freund und Helfer sind in Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Auf der Straße ist vom Fortschritt noch nicht viel zu sehen. Noch immer beherrschen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor das Stadtbild der Metropolen. Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind eine Seltenheit.

Mitte 2019 waren weniger als 80.000 Elektroautos in Deutschland zugelassen. Im Vergleich zu anderen Ländern mit ausgebauter Infrastruktur für E-Autos ist das ein geringer Wert. Wird jedoch die Zunahme von Elektrofahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr gesehen, ist die Technologie auf dem Vormarsch. Ende 2018 waren noch weniger als 54.000 Fahrzeuge mit Elektroantrieb zugelassen. Diese Zahl ist im Folgejahr um fast 55 % gestiegen. Mit der steigenden Zunahme von Neuzulassungen steigt auch die Zahl der E-Autos, die auf dem Gebrauchtwagenmarkt landen.

Allgemeine Tipps

Gebrauchtwagen kaufen Bundesbürger längst nicht mehr nur beim örtlichen Händler. Licht in den Gebrauchtwagendschungel bringt Autouncle.de. Das Portal listet online das Angebot von mehr als 1.900 Portalen auf und bietet eine umfangreiche Auswahl an Gebrauchtwagen aus ganz Europa. Damit sparen sich Käufer den Weg zu zahlreichen Händlern auf der Suche nach dem gewünschten Gebrauchtwagen.

Um eine Besichtigung kommt kein potenzieller Käufer herum. Beim Kauf eines E-Autos gelten dieselben grundsätzlichen Tipps, die bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ebenfalls greifen. Die allgemeinen Tipps helfen, verschwiegene Unfallschäden, abgefahrene Reifen oder manipulierte Kilometerstände aufzudecken.

Spezifische Tipps

Ein Elektrofahrzeug unterscheidet sich primär aufgrund des Antriebes von einem Auto mit Verbrennungsmotor. Beim Kauf eines gebrauchten E-Autos ist ein besonderes Augenmerk auf die Antriebsbatterie zu legen. Sie ist das teuerste Bauteil. Mit der Zeit und Nutzungshäufigkeit ist zwangsläufig mit einer reduzierten Kapazität der Batterie zu rechnen. Der Zustand der Batterie ist möglichst genau anzugeben. Fast obligatorisch ist ein Prüfprotokoll, dass über den aktuellen Zustand der Autobatterie Auskunft gibt.

Besonderheiten beim E-Auto

Neben der Antriebsbatterie ist das Serviceheft besonders zu prüfen. Das Serviceheft offenbart den Zustand des Fahrzeuges. Nur mit einer detaillierten Dokumentation ist es möglich, spätere Garantieansprüche geltend zu machen. Das gilt vor allem bei der anfälligen Batterie und anderen elektrischen Komponenten.

Bei der Besichtigung ist auf die Hochvoltleitungen zu achten, die orange sind. Anfassen ist verboten, jedoch können sie optisch auf Beschädigungen überprüft werden. Da ein Austausch der Hochvoltleitungen kostspielig ist, sollten Sie beim Kauf einwandfrei sein. Fehlen darf zudem nicht das Ladekabel, welches für die Aufladung an einer öffentlichen Ladestation oder der privaten Steckdose obligatorisch ist. Im Kaufvertrag ist festzuhalten, welches Equipment mit dem Gebrauchtwagen seinen Besitzer wechselt.

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