Es hört sich doch eigentlich ganz gut an. Von einem Projekt zum Anderen reisen. Neue Länder, Kulturen und Menschen. So manches Mal dort arbeiten und Geld verdienen, wo andere Urlaub machen und viel Geld dafür bezahlen. Doch das Leben aus dem Koffer hat auch seine Nachteile, vor allem dann, wenn überhaupt kein fester Wohnsitz mehr besteht. Trotz regelmäßiger Einkünfte ist der digitale Nomade dann ganz offiziell ein Homeless. Diese Freiheit muss wiederum mit einigen Einschränkungen „bezahlt“ werden. So ist es ohne den Nachweis eines festen Wohnsitzes kaum möglich, ein Bankkonto zu eröffnen. Auch Krankenversicherungen verlangen in der Regel, dass eine feste Meldeadresse vorhanden ist. Ebenso lassen sich die meisten Ausweis-Dokumente nur in Verbindung mit einem festen Wohnsitz verlängern beziehungsweise neu beantragen.

Deutscher Fiskus kann Reisepass einziehen

Jetzt muss natürlich das Hochsteuer-Land Deutschland nicht unbedingt der Ort sein, wo sich der Hauptwohnsitz anmelden lässt. Europa bietet seinen Einwohnern die Reise- und Niederlassungsfreiheit an. Sogar außerhalb der EU-Staaten lässt sich mit relativ wenig Aufwand der feste Wohnsitz realisieren. Wer jedoch schon einen EU-Reisepass besitzt, der sollte zuerst einmal die Möglichkeiten in Betracht ziehen, die Europa bietet. Zumal einige dieser Länder Steuer-Flatrates bieten, während die Finanzämter der BRD ab einer bestimmten Einkommensgrenze und fehlenden Abschreibungsmöglichkeiten recht erbarmungslos zuschlagen. Das geht im Übrigen bei offenen Steuerschulden bis zum Einzug des Reisepasses. Dann ist das Leben als digitaler Nomade schnell vorbei.

Die Digitale Nomaden Wohnsitz Lösung ist ein EU-Land mit niedriger Besteuerung oder noch besser, mit gar keiner Besteuerung. Wenn dann noch die klimatischen Verhältnisse günstig sind, lohnt es sich, dort den festen Wohnsitz zu nehmen und alle Vorteile eines angemeldeten EU-Bürgers zu genießen und trotzdem weltweit unterwegs zu sein. Der Deutsche Fiskus schlägt je nach Einkommenshöhe mit bis zu 45 % Steuer zu. Belgien und Dänemark sind mit 50 beziehungsweise maximal 55,79 % noch härter. Estland bietet eine Flatrate mit 20 %, aber gleichzeitig auch sehr lange und harte Winter.

Der alte Ostblock ist jetzt Steuerparadies

Bulgarien möchte nur 10 % Einkommenssteuer und bietet eine attraktive Schwarzmeerküste zuzüglich recht günstiger Lebenshaltungskosten. Auch Zypern bietet ein recht attraktives Steuermodell für Ausländer, welches nicht nur für Anleger, insbesondere Unternehmer (Webmaster, Digitale Nomaden usw.), die Entnahme der Gewinne einer steuerfreien Auslandsgesellschaft z.B. in VAE werden in Zypern mit 0% besteuert im Rahmen von Zypern Non Dom und die der Zypern LTD nur die 12,5% Körperschaftssteuer.  Dividenden sind auch Entnahme des Betriebsgewinns einer juristischen Person. Ungarn besitzt mit 18 % Einkommenssteuer und einer schönen Landschaft inklusive Balaton auch seine Reize. Wiederum das Schwarzmeer und eine Flatrate von 16 % ist in Rumänien gegeben. Im Übrigen gehört Rumänien zu den ehemaligen Ostblockstaaten mit den höchsten Wachstumsraten. Praktisch die gesamte westeuropäische Schwerindustrie besitzt dort Standorte. Für digitale Nomaden sicherlich ein guter Anknüpfungspunkt auf der Suche nach neuen Projekten. Also abmelden, umziehen und dort anmelden, wo Steuer und Wetter stimmen.

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