Frühjahrsputz findet üblicherweise nicht nur im Frühjahr statt, trägt aber traditionell diesen Namen. Meist wird die Wohnung einmal auf den Kopf gestellt und gründlich gereinigt. Doch was ist mit jenen Stellen, die so gern einmal vergessen werden? Der Bereich unter dem Sofa, die Lampen an der Decke oder auch die Dunstabzugshaube?

Der Aktivkohlefilter als vergessener Faktor

Die meisten Menschen wissen, dass sich in ihrer Dunstabzugshaube ein Aktivkohlefilter befindet. Doch wozu dient er? Seine Aufgabe ist es, Gerüche aus der Umgebungslust zu filtern, die sich beim Kochen ausbreiten. Anders als der Fettfilter muss der Kohlefilter im Schnitt alle vier bis 12 Monate ausgetauscht werden. Die tatsächliche Häufigkeit hängt einerseits von der vorhandenen Kohlemenge ab, andererseits aber auch von der Häufigkeit der Benutzung. Wer täglich nur Spaghetti kocht kann seinen Kohlefilter länger nutzen als jemand, der täglich Fisch und Schnitzel brät.

Wenn der Dunstabzugshaube-Filter nicht mehr richtig arbeitet, macht sich das schon nach kürzester Zeit bemerkbar. Die Abzugshaube ist auf maximale Leistung eingestellt, die Essensgerüche bleiben aber hartnäckig in der Luft hängen. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo auch die Dunstabzugshaube einen Frühjahrsputz gebrauchen kann. Und der ist gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

Der Metallfettfilter als Schlüssel

Zusätzlich zum Aktivkohlefilter gibt es den Fettfilter und der braucht regelmäßig eine Befreiung vom absorbierten Fett. Setzen sich Fettpartikel hier dauerhaft fest, kann die Abzugshaube nicht mehr ausreichend arbeiten und die Geruchsbindung misslingt. Wichtig ist es zu beachten, dass Arbeiten an der Dunstabzugshaube nur mit gezogenem Netzstecker durchgeführt werden sollten.

Haftet das Fett dauerhaft am Fettfilter, fängt es an zu verharzen. Die Folge sind Geruchsbildung und eine erschwerte Reinigung. Viele Experten raten dazu, einen Fettfilter in der Geschirrspülmaschine zu reinigen. Besser geeignet ist jedoch die Verwendung von Backofenspray. Diese Art von Reiniger ist darauf ausgelegt Fette zu lösen und sorgt somit für das bestmögliche Reinigungsresultat.

Ein stark verschmutzter Metallfettfilter kann außerdem über Nacht in ein Bad mit Zitronensäure eingelegt werden. In einem Mischverhältnis von 1:10 wird eine Wanne mit Zitronensäure und Wasser befüllt und der Fettfilter hineingegeben. Nach spätestens 12 Stunden sollten sich die Fettpartikel so weit gelöst haben, dass einfaches Geschirrspülmittel für die restliche Reinigung ausreicht.

Filtermatten austauschen und entsorgen

Neben dem Metallfettfilter gibt es bei vielen Dunstabzugshauben zusätzliche Fettfiltermatten. Hier ist oft eine Sättigungsanzeige enthalten, die die Qualität des Fasermaterials anzeigt. Sind die Fasern mit Fett überfüllt, ist ein Wechsel notwendig. Der Austausch gelingt einfach, die passenden Fettfiltermatten gibt es abhängig von Modell zu Modell. In den meisten Fällen wird ein Aluminiumgitter genutzt, was manuell zugeschnitten werden kann. Der Vorteil hierbei ist, dass keine Entsorgung nötig wird, sondern eine Reinigung nötig ist.

Praktisch denken und komplett reinigen

Wenn der Fettfilter gereinigt und der Aktivkohlefilter getauscht ist, empfiehlt es sich gleich noch den Rest der Dunstabzugshaube zu reinigen. Hier sind insbesondere die Innenräume von hoher Wichtigkeit, denn auch hier können sich Fette ablagern. Besonders dann, wenn die Filter zuvor bereits am Limit waren, setzen sich Partikel im Gehäuse ab. Ein Lappen mit Spülmittel ist in den meisten Fällen ausreichend, bei hartnäckiger Verschmutzung hilft auch hier Backofenspray.

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