Dank verschärfter Flughafenkontrollen ist den meisten Leuten das Konzept eines Metalldetektoren bekannt. Ohne den Detektor berühren zu müssen, nimmt dieser durch Pulsinduktion war ob man ein metallisches Objekt mit sich trägt. Es gibt aber auch andere Arten von Metalldetektoren, mit verschiedensten weniger offensichtlichen Nutzungsgebieten.

Lebensmittelindustrie und Textilindustrie

Zwei Industrien bei denen man erstmal nicht an Metall denkt und genau deswegen werden hier Metalldetektoren eingesetzt: um Metallsplitter in Produkten zu finden, die dort auf keinen Fall hingehören. Am Fließband laufen zum Beispiel alle Lebensmittel durch Metalldetektoren um sicher zu stellen, dass keine Kleinteile von defekten Abfertigungsmaschinen in die Lebensmittel geraten sind. Solche metallischen Fremdkörper sind besonders bei Produkten in Pulver- oder Granulatform, wie Nüsse, Weizen oder Milchpulver, ohne Metalldetektor unmöglich herauszufiltern – ein klares Risiko für den Konsumenten, dass diese Technologie minimiert.

In Kleidungsfabriken werden Metalldetektoren eingesetzt wenn die Kleidungsstücke schon fertig genäht sind und kurz vor der Verpackung stehen. Niemand will eine Hose anziehen nur um festzustellen, dass ein abgebrochenes Stück Nadel im Stoff während der Herstellung hängen geblieben ist.

Maschinenbau und Fabrikautomation

Automatisierter Maschinenbau nutzt induktive Nährungsschalter; das sind sehr kleine Metalldetektoren, die über einen Sensor berührungslos elektrisch leitfähige, also metallische, Objekte ausfindig machen. Im automatisierten Bau von Maschinen mit Metallkomponenten werden diese Nährungsschalter benutzt um sicher zu gehen, dass innerhalb eines komplizierten Maschinenteils alle Einzelteile am richtigen Platz sind bevor die Zusammensetzung zum nächsten Schritt fortfährt. Solche Positionsbestimmung wäre mit bloßem Auge nicht zu machen und da diese Schalter so klein sind, können sie in die automatisierten Maschinen eingebaut werden und kleine Lücken ausnutzen. Diese Metalldetektoren werden auch im Automobilbau genutzt, sowie in der Lager- und Fördertechnik und in der Papierindustrie.

Kampfmittelbeseitigung

Tragbare Metalldetektoren werden schon seit vielen Jahren zum Aufspüren und Sichern von Blindgängern, Landminen, Munition und anderen gefährlichen Kriegsüberresten eingesetzt. Laut Bundesministerium der Verteidigung werden Minensuchgeräte zur Lokalisierung von elektrisch leitfähigen Gegenständen im Wasser oder Erdboden genutzt und sind bis zu einer Tiefe von 40cm sehr genau. Sogenannte Großchleifen mit größerer Erkundungstiefe werden besonders für die Suche nach Blindgängern genutzt. Aber nicht nur militärische und humanitäre Waffenbeseitigung nutzt tragbare Metalldetektoren. Auch Zoll- und Grenzbehörden setzen diese ein, zum Beispiel um schnell mögliche Risikopakete ausfindig zu machen.

Archäologie

Bei der Erstorientierung auf Grabungsplätzen sind Metalldetektoren von großem Nutzen, solange diese Weltepochen angehören in denen Metall verarbeitet wurde. Anwendungen von Metalldetektoren ist aber im archäologischen Bereich umstritten, da ungelernte Nutzung leicht Fundorte stören oder sogar vernichten kann bevor diese professionell dokumentiert werden können.

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